Die Deutsche Bundeswehr

Als Bundeswehr werden die deutschen Streitkräfte mit ihrer zivilen Verwaltung bezeichnet. Somit gehört der gesamte nachgeordnete Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung zur Bundeswehr. In einem Notfall beziehungsweise Verteidigung des Landes, ist der Bundeskanzler der Oberbefehlshaber. Sonst ist es der Verteidigungsminister, derzeit Ursula von der Leyen, der Befehle für die Bundeswehr ausführt.

Eintritt in die Bundeswehr

Jeder kann der Bundeswehr beitreten, dabei ist es egal ob sie ihren Haupt-, Realschulabschluss oder das Abitur absolviert haben. Selbst ohne Schulabschluss kann man der Bundeswehr beitreten. Dafür muss man nur die Mindestschulzeit abgeschlossen haben und 17 Jahre alt sein. Doch auch wenn man Minderjährig ist kann man sich für den Bund bewerben, dennoch braucht man die Einwilligung eines Erziehungsberechtigte.

Das Höchstalter, bis zu dem man beim Bund eintreten kann, liegt für eine Offizierslaufbahn bei 29 Jahren und je nach Tätigkeitsbereich bei bis zu 50 Jahren. Ist man dies, muss man die Deutsche Staatsbürgerschaft haben und für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintreten. Im allgemeinen muss man mindestens 1,55m groß sein. Es gibt aber weitere Voraussetzungen, je nach Karrierelaufbahn.

 

Für jeden gilt das gleiche. Alle Bewerber müssen einen Eignungstest, Sporttest und Computertest machen. Der Eignungstest besteht aus schriftlichen und mündlichen Teilen und einer medizinischen Untersuchung. Der Sporttest soll feststellen, wie körperlich fit der Bewerber/in ist. Dabei muss man sich verschiedensten Übungen stellen. Auch die normalen Soldaten im Dienst müssen diesen Sporttest hin und wieder bewältigen.

 

Übungen im Sporttest

Zuerst werden die Sprintfähigkeiten getestet. Dabei liegt man zunächst einmal auf einer Matte auf dem Bauch. Mit dem Startpfiff gilt es, auf die Beine zu kommen, eine zehn Meter entfernte Pylone zu umrunden und wieder zur Matte zurückzukehren. Anschließend legt man sich wieder auf den Bauch, klatscht die Hände hinter dem Rücken zusammen und beginnt die Übung von vorn. Nach dem sechsten Aufstehen muss man nur noch bis zur Pylone sprinten, dann wird die Zeit angehalten. Um diesen Teil des BFT zu bestehen, sollten Teilnehmer die gesamte Strecke in unter 60 Sekunden absolvieren.

Der zweite Test ist der Klimmzughang. Hier müssen die Bewerber und Soldaten sich an eine Klimmzugstang hängen, so dass das Kinn über der Stange ist. Das Ziel ist es mindestens 5 Sekunden diese Haltung zu halten. Während der Übung hängt der Teilnehmer frei in der Luft.

Die letzte Übung ist der 1000 Meter Lauf. Was sich schlimm anhört ist es gar nicht. Mit ein bisschen Training ist dieser Test relativ leicht zu überwältigen. Der Test soll die Ausdauer unter Beweis stellen. Wer erfolgreich sein möchte, der sollte höchstens eine Zeit von 6 Minuten und 30 Sekunden benötigen.

 

Verpflichtungszeit

Der “Soldat auf Zeit” ist eine sehr beliebte Weise sich zu verpflichten. Verpflichten heißt für eine Bestimmte dem Bund zu dienen. Die geringste Zeit ist 24 Monate, für die man sich verpflichten muss. Das Maximum liegt bei 25 Jahren. Zeitsoldaten können die Laufbahnen der Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere einschlagen; Mannschaften und Unteroffiziere ohne Portepee können jedoch später nicht als Berufssoldaten übernommen werden.

Berufssoldaten sind Soldaten, die – im Gegensatz zu z. B. Zeitsoldaten – unbefristeten Dienst in einer Armee leisten. Dieser Soldat kann bis zum 41. Lebensjahr und/oder maximal bis zum 62. Lebensjahr arbeiten.

 

Gehalt

Und jetzt zu dem was jeder wissen will. Im Durchschnitt bekommt ein Berufssoldat ca. 2700€ auf die Hand. Als Soldat auf Zeit ist das ein wenig anders. Da fängt das Gehalt bei 1800€ netto an aber steigt regelmäßig mit den Beförderungen.