Ein Teamevent mit einer hohen Teilnehmerzahl benötigt Aufgaben, an denen sich unterschiedliche Personen gleichzeitig beteiligen können. Kreative Formate bieten dafür einen anderen Rahmen als sportliche Wettbewerbe oder klassische Freizeitprogramme. Beim gemeinsamen Malen bearbeiten die Beteiligten einzelne Flächen oder Bildausschnitte, die später ein Gesamtwerk ergeben. Damit ein solches Format auch bei großen Gruppen funktioniert, müssen Motiv, Arbeitsplätze, Materialien und Betreuung zur Teilnehmerzahl passen. Die Aufgaben sollten zudem so verteilt sein, dass möglichst wenige Wartezeiten zwischen den einzelnen Arbeitsschritten entstehen.
Kurzfassung
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Eine gemeinsame Aufgabe verbindet verschiedene Arbeitsbereiche
In größeren Unternehmen begegnen sich Beschäftigte aus verschiedenen Abteilungen oder Standorten im Arbeitsalltag mitunter nur selten. Ein gemeinsames Projekt verändert diesen gewohnten Rahmen. Statt beruflicher Zuständigkeiten steht eine konkrete gestalterische Aufgabe im Vordergrund.
Beim Malen müssen Farben ausgewählt, Flächen bearbeitet und Übergänge zu benachbarten Bildteilen berücksichtigt werden. Daraus ergeben sich Absprachen, die unmittelbar mit der Tätigkeit verbunden sind. Die Beteiligten müssen nicht alle dieselbe Aufgabe ausführen. Einige können größere Flächen übernehmen, während andere Konturen, kleinere Elemente oder Verbindungen zwischen mehreren Bildausschnitten bearbeiten.
Die betriebliche Teamentwicklung befasst sich mit der Entwicklung von Arbeitsgruppen und den Beziehungen zwischen ihren Mitgliedern. Ein Malworkshop ist kein gruppendynamisches Training im fachlichen Sinn. Die gemeinsame gestalterische Aufgabe bringt die Beteiligten jedoch außerhalb ihrer üblichen beruflichen Zuständigkeiten zusammen.
Teilflächen machen große Teilnehmerzahlen handhabbar
Eine einzelne Leinwand bietet nur begrenzt Platz. Sollen mehrere Dutzend oder sogar mehrere Hundert Menschen beteiligt werden, muss die Malfläche entsprechend aufgeteilt werden. Einzelne Gruppen können beispielsweise verschiedene Leinwände oder Abschnitte eines größeren Motivs bearbeiten.
Bei einem Teambuilding mit großen Gruppen können mehrere Arbeitsgruppen verschiedene Abschnitte desselben Motivs bearbeiten. Unabhängig voneinander gemalte Bilder vermitteln eine andere Gruppenerfahrung als Ausschnitte, die später zu einem gemeinsamen Motiv zusammengesetzt werden. Übergänge, wiederkehrende Farben oder fortlaufende Linien stellen einen sichtbaren Bezug zwischen den Arbeitsbereichen her.
Ähnliche Anforderungen finden sich bei kooperativen Lernaufgaben. Dort soll ein gemeinsames Ergebnis entstehen, an dem mehrere Beteiligte mitwirken; zugleich kann eine Aufgabe in mehrere Arbeitsschritte gegliedert werden. Beim Malworkshop lässt sich dieses Prinzip auf die praktische Gestaltung übertragen, ohne dass daraus eine Lernsituation im engeren Sinn wird.
Unterschiedliche Vorkenntnisse müssen berücksichtigt werden
Innerhalb einer großen Gruppe unterscheiden sich die Erfahrungen mit Pinsel und Farbe erheblich. Manche Teilnehmer malen regelmäßig, andere haben seit Jahren keine Leinwand bearbeitet. Ein gemeinsames Projekt sollte deshalb keine ausgeprägten künstlerischen Fähigkeiten voraussetzen.
Vorbereitete Motive erleichtern die Verteilung der Aufgaben. Klar erkennbare Flächen geben Orientierung, während eine fachliche Anleitung grundlegende Techniken erklären kann. Die Veranstaltungsbeschreibung nennt ausdrücklich, dass für die Teilnahme keine Vorkenntnisse erforderlich sind. Auch Personen ohne Erfahrung sollen durch die Künstler vor Ort angeleitet werden.
Damit verschiebt sich der Schwerpunkt vom einzelnen Kunstwerk auf den gemeinsamen Arbeitsprozess. Nicht jeder Teilnehmer muss ein vollständiges Bild entwerfen. Ein begrenzter Abschnitt reicht aus, sofern er später Bestandteil des Gesamtmotivs wird.
Raum und Material richten sich nach der Gruppengröße
Mit steigender Teilnehmerzahl wächst der Bedarf an Leinwänden, Pinseln, Farben und geeigneten Arbeitsflächen. Zu wenige gemeinsam genutzte Materialien verursachen Wartezeiten. Auch zwischen Tischen oder Staffeleien muss genügend Platz vorhanden sein, damit Personen und Betreuungskräfte die einzelnen Bereiche erreichen können.
Die verfügbare Fläche gibt vor, wie Tische, Staffeleien und Arbeitsbereiche angeordnet werden können. Für einen Malworkshop eignen sich beispielsweise Büroräume, Firmengelände, Tagungshotels, Workshopräume oder ausreichend große Gastronomieräume. Die Zahl der vorgesehenen Arbeitsplätze sollte bereits bei der Raumplanung berücksichtigt werden.
Eine große Gruppe stellt zugleich höhere Anforderungen an die Betreuung. Fragen zu Farben, Techniken oder Bildausschnitten können an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten. Für Veranstaltungen mit hohen Teilnehmerzahlen werden daher mehrere Künstler eingesetzt. Bei sehr hohen Teilnehmerzahlen lässt sich die Betreuung auf mehrere Künstler und Arbeitsbereiche verteilen.
Das Motiv bestimmt die Aufgabenverteilung
Nicht jedes Bild eignet sich gleichermaßen für eine große Zahl von Beteiligten. Sehr kleine Details lassen sich schwer auf mehrere Arbeitsplätze verteilen. Größere Flächen und voneinander abgegrenzte Elemente erleichtern hingegen die parallele Bearbeitung.
Bei einem vorgegebenen Gesamtbild sollte das Motiv bereits vor Veranstaltungsbeginn in geeignete Arbeitsbereiche gegliedert sein. Für die praktische Umsetzung muss anschließend feststehen, welche Gruppe welchen Bereich übernimmt und an welchen Stellen Abstimmungen mit benachbarten Arbeitsplätzen erforderlich sind.
Die verfügbare Zeit setzt Grenzen für die gestalterische Ausarbeitung des Motivs. Detailreiche Bilder erfordern mehr einzelne Arbeitsschritte als Motive mit größeren Farbflächen. Bei der Vorbereitung sollten Umfang und Aufteilung des Bildes daher zur Teilnehmerzahl und zur vorgesehenen Workshopdauer passen.
Das Gesamtbild hält die einzelnen Beiträge fest
Nach der Veranstaltung bleibt mit dem entstandenen Kunstwerk ein sichtbares Ergebnis zurück. Einzelne Bildausschnitte zeigen zunächst nur einen begrenzten Teil des Motivs. Im zusammengesetzten Motiv erhalten sie jedoch einen erkennbaren Zusammenhang mit den übrigen Flächen.
Darin unterscheidet sich das gemeinsame Malen von Aktivitäten, deren Ergebnis nach Veranstaltungsende nicht mehr vorhanden ist. Wird das fertige Bild anschließend in gemeinsam genutzten Räumen aufgehängt, bleibt das Ergebnis der Gruppenarbeit auch nach der Veranstaltung sichtbar.
Fazit
Ein Malworkshop für große Gruppen erfordert eine andere Planung als ein kreatives Angebot für wenige Teilnehmer. Bildflächen müssen aufgeteilt, Materialien in ausreichender Menge bereitgestellt und Arbeitsplätze so angeordnet werden, dass mehrere Gruppen parallel malen können. Mit wachsender Teilnehmerzahl steigt auch der Bedarf an betreuten Bereichen.
Abgegrenzte Bildausschnitte geben auch Teilnehmern ohne Malerfahrung eine konkrete Aufgabe. Nach dem Zusammenfügen wird erkennbar, wie die einzelnen Arbeitsanteile miteinander verbunden sind. Im fertigen Kunstwerk bleiben die verschiedenen Arbeitsanteile als Teile eines gemeinsamen Motivs erkennbar.
